Brrrrr ….. – 5 Anti-Ätzgefühl-Tipps

Kennen Sie das auch?: Jemand raunzt Sie an und versucht, seine schlechte Laune bei Ihnen abzuladen. Oder man redet Ihnen ein schlechtes Gewissen ein. Manchmal wird man mit zu intimen Dingen oder Pseudokomplimenten bedrängt.

Selbst wenn man einen Stopper reinhaut und Grenzen setzt: zurück bleibt ein penetrantes Ätzgefühl, dass sich immer tiefer gräbt und innerlich schütteln lässt.

Oft werden stimmungsvermiesende Emotionen ausgelöst, beispielsweise Wut, ein klebriges Bedrängungsgefühl oder Ekel. Klar, dass man diese uneingeladenen Störer schnellstens wieder loswerden will.

Aber wie?

Es ist meist gar nicht so einfach, die Unwohlstifter wieder aus seinem System zu verdrängen. Manchmal verfolgen sie uns selbst nach Stunden noch oder kommen wieder hoch und verstimmen erneut die Laune.

In solchen Fällen hilft es nicht, wenn wir uns vor Augen führen, dass wir andere nicht für unsere Gefühle verantwortlich machen können. Auch wenn es grundlegend stimmt, dass es allein an uns liegt, wie wir mit einem Auslöser umgehen. Doch das gelingt eben nicht immer und wenn es schon in uns ätzt, hilft diese rationale Einsicht nichts mehr.

Viel besser ist es dann, sich den Stimmungsvermiesern anzunehmen und sie mit wirksamen Ritualen zu vertreiben.

Fünf Anti-Ätzgefühl-Tipps

Ich habe fünf Ideen zusammengetragen, die Ihnen helfen können, sich vom Ätzgefühl zu befreien:

1. Feueratmung

Die Feueratmung ist eine yogische Reinigungstechnik, die Sie im Stehen oder Sitzen ausführen können. Sie wird treffend auch Blasebalg-Atmung genannt, denn beim Ausatmen ziehen Sie den Unterbauch kraftvoll nach innen und lassen die Luft stoßartig der Nase entströmen. Das Einatmen danach vollzieht sich dadurch passiv. Die Feueratmung können Sie 20 bis 30 Mal wiederholen. Sollte es Ihnen schwindelig werden, machen Sie eine Pause. Noch besser hilft diese dynamische Reinigungsübung wenn Sie sich vorstellen, dass Sie den ganzen aufgeladenen Kram beim Ausatmen wie ein Drachen verbrennen und rausblasen.

2. Körperliche Bewegung – und zwar dynamisch!

Das Ätzgefühl mittels Bewegung abzubauen, funktioniert auch. Eine meiner Freundinnen rennt in solchen Fällen im Entengang mit geballten Fäusten und wild fluchend durchs Zimmer. Das ist herrlich entladend und bringt sie zudem noch zum Lachen. Und wer wieder lachen kann, hat dem Ätzgefühl schon ein schönes Schnippchen geschlagen.

Ich finde „Frösche“ sehr hilfreich. Das ist ebenfalls eine Übung aus dem Yoga, bei der Sie sich hinhocken und dann in schneller Folge die Beine strecken und beugen. Hoch, runter, hoch, runter. Das ist ordentlich anstrengend und transformiert dadurch hervorragend. Dabei können Sie kräftig ausatmen, das verstärkt die ausgleichende Wirkung.

3. Wegspülen & Abschütteln

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen das Aufgedrängte wirklich am Körper klebt, hilft Ihnen vielleicht wirklich eine Dusche. Frischespendendes Duschgel und wenn Sie wollen noch eine Bürstenmassage können wunderbar bereinigend wirken.

Und wenn Sie es tatsächlich innerlich schüttelt oder Sie einen Abschüttel-Impuls haben: tun Sie es! Und zwar mit vollem Körpereinsatz. Schlenkern Sie mit Armen und Beinen. Hüpfen Sie dazu auf der Stelle. Blasen Sie die Backen auf, lassen Sie Ihre Lippen brausen, spucken Sie aus. Tun Sie, was immer Ihnen Erleichterung bringt. Lassen Sie dabei auch gedanklich los, was Sie beschwert.

4. Von der Seele schreiben

Nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben Sie ungeschönt raus, was Ihnen reingeladen wurde. Verwenden Sie ruhig krasse Worte, schimpfen und fluchen Sie. Auch hier gilt: Tun Sie alles, was Ihnen hilft, Ihre Balance wiederherzustellen. Keine Sorge, das liest keiner, denn im Anschluss verbrennen Sie den Zettel. Oder sie reißen ihn in Stücke und spülen ihn im Klo runter. Natürlich können Sie Ihre Befreiungsschrift auch in den Computer hacken und die Datei anschließend löschen.

5. Sich etwas Schönem widmen

Wenn jemand in Ihnen eine unterschwellig zermürbende Stimmung auslöst, die Sie nicht wirklich greifen können und die auch nicht von starken Emotionen wie Wut begleitet ist, hilft es, sich nährenden Dingen zuzuwenden. Ich gärtnere dann oder stecke ein Blumenarrangement. Einer meiner Klienten zeichnet. Vielleicht ist für Sie ein entspannendes Bad das richtige.

Wichtig ist, dass Sie sanft und liebevoll mit sich umgehen.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie meine Tipps nicht oft brauchen; doch wenn sie nötig sein sollten, dass Sie Ihnen helfen.

Haben Sie eigene Anti-Ätzgefühl-Rituale? Dann freue ich mich, wenn Sie diese mit uns teilen.

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