Wo Leben bewusst wird: Achtsamkeit

Haben Sie die herrlichen Kunstwerke bemerkt, die uns die Natur nach dem Regen geschenkt hat? Diese schimmernde Tropfenpracht auf Blüten, Baumnadeln und in Spinnennetzen? – Um das zu bemerken, brauchen wir Achtsamkeit. Sie ist auch der Schlüssel zu Verhaltensänderungen, ein wesentlicher Bestandteil erfüllter Liebe, die Grundlage für Genuss…

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit

  • ist ein bewusster, willentlicher Akt,
  • bezieht sich ausschließlich auf den gegenwärtigen Moment,
  • ist aufmerksames, konzentriertes Zuwenden und pures Wahrnehmen möglichst ohne Urteil.

Und das ist gar nicht so einfach. Nicht für umsonst üben sich buddhistische Mönche ihr Leben lang darin. Sie haben ihr ganzes Dasein darauf ausgerichtet, ziehen sich zurück, meditieren und handeln auch äußert bedacht.

Nun lässt sich das in dieser Ausprägung sicher nicht auf unser Leben übertragen. Doch da Achtsamkeit gesteigertes Wohlbefinden und so viel Schönes und Genussvolles mit sich bringt, versuche ich mich durchaus darin.

Unter anderem deshalb mache ich nahezu täglich Autogenes Training und Yoga und habe dazu Ausbildungen absolviert, zudem noch eine zur Aromakultur-Expertin. Da lernt man beispielsweise die Sinne zu schulen, Gesundheit und Wohlbefinden durch Aromen positiv zu beeinflussen und bewusst zu genießen. In all dem habe ich viele Anregungen bekommen und viele der Achtsamkeitstipps- und -techniken auch für mich übernommen.

Klassische Meditation, also ausdauerndes, aufrechtes Sitzen auf einem Kissen, ist wiederum nicht so mein Ding. Auch den oft genannten Achtsamkeits-Tipp „Beim Essen nur essen und sonst nichts.“ befolge ich nicht konsequent. Dafür unterhalte ich mich viel zu gern dabei und manchmal esse ich auch nebenher, beispielsweise beim Schreiben. Daher:

Ausprobieren, Meinung bilden, Selber bestimmen

Ich finde, das Sich-in-Achtsamkeit-üben soll auch Spaß machen und zu einem passen! Und hier können wir uns zwar von anderen inspirieren lassen. Was uns taugt und hilft, müssen wir jedoch selbst herausfinden. Da hilft nur ausprobieren und das für sich Richtige auswählen. Ich finde, dass sich Achtsamkeit am schönsten und einfachsten trainieren lässt, bei

  1. Dingen, die uns am Herzen liegen und Freude bereiten und
  2. den täglichen Routinen.

Wenn ich gärtnere oder spazieren gehe, widme ich mich immer wieder freudvoll einzelnen Pflanzen. Ich schaue sie mir an, fühle die Blätter und Stängel, rieche an ihnen und in vielen Fällen koste ich auch ihren Geschmack. Dann will ich meist mehr über sie wissen, beispielsweise ob sie eine Heilwirkung hat, wo sie herkommt oder was sie zum guten Gedeihen braucht. – Für mich ist das Genuss und Achtsamkeitsschule zugleich. Übrigens hat Achtsamkeit überhaupt viel mit dem bewussten Einsatz unserer Sinne zu tun.

Die täglichen Routinen wie Zähneputzen oder Körperpflege sind eine weitere gute Möglichkeit, sich in Achtsamkeit zu schulen. Ich versuche daher jeden Morgen und jeden Abend mich die vollen vier Minuten, die das Programm meiner elektrischen Zahnbürste vorsieht, aufs sorgfältige und systematische Reinigen meiner Beißwerkzeuge zu fokussieren.

Was bringt Achtsamkeit?

Einige Vorteile sind im Beitrag ja schon aufgetaucht, darüber hinaus

  • werden wir sensibler für das eigene Körperempfinden und Bedürfnisse,
  • kriegen wir etwas wirklich mit, nehmen also intensiver wahr,
  • können wir Emotionen besser fühlen, verstehen und ausdrücken,
  • empfinden wir unsere Zeit als ausgefüllter,
  • sehen wir all die Schönheit um uns herum, das erhöht die Lebensfreude.

Und ganz wichtig!: Nur durch Achtsamkeit wird es uns möglich, zwischen einem Reiz und unserer Reaktion innezuhalten. Diese Zeit können wir nutzen, um verschiedene Optionen abzuwägen und zu entscheiden, wie wir handeln wollen. Somit ist Achtsamkeit auch die Voraussetzung für das Ändern von Gewohnheiten und Verhaltensmustern.

Sicherlich gibt es noch mehr Vorteile, die Achtsamkeit mit sich bringt. Insgesamt betrachtet ist Achtsamkeit jedoch vor allem bewusstes Leben! 

Zum Abschluss möchte ich noch paar meiner Impressionen mit Ihnen teilen, die ich in achtsamen Moment festgehalten habe:

 

  Ein Kommentar zu “Wo Leben bewusst wird: Achtsamkeit

  1. 6. September 2012 at 21:56

    Ich gebe es zu, ich habe den Beitrag nur überflogen, weil ich zufällig hier gelandet bin.

    Aber bei den Bildern musste ich kurz innehalten und fand sie außerordentlich schön. Daher auch der Kommentar im Blog – Wunderprimaprächtiges Fotomaterial. das gefällt mir :-)

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