Coaching-Übung: Die Wunderfrage

Welch ein WunderNehmen wir an, Sie haben ein Problem. Eine einfache Möglichkeit, die Perspektive zu wechseln und lösungsorientiert nach vorn zu schauen, statt problemverhaftet im alten Denken hängenzubleiben, ist, sich die Wunderfrage zu stellen. Sie können diese auch im Selbstcoaching anwenden. Die Wunderfrage lautet:

 

Stellen Sie sich vor, ein echtes Wunder würde in Ihrem Leben passieren und Ihr Problem wäre gelöst. Einfach über Nacht, ganz von alleine, ein Wunder: Wie wäre dann Ihr Leben?

Oder auch:

Angenommen, es wäre Nacht und Sie schlafen. Während Sie schlafen, geschieht ein Wunder und das Problem ist gelöst. Was wird Ihrer Meinung nach morgen früh das erste kleine Anzeichen sein, welches darauf hinweist, dass sich etwas verändert hat?

Durch die Frage wird Ihre Phantasie angeregt, und Sie kommen so auf mögliche Lösungsansätze, die Ihnen nicht einfallen würden, würden Sie weiter nur aus mit der Problembrille auf Ihr Thema schauen. Darüber hinaus erreichen Sie damit eine stärkere Zielgewissheit, finden also besser heraus, was Sie wollen.  

Die Wunderfrage hat sich im Coaching sehr bewährt und wird auf vielerlei abgewandelte Weise in der Praxis eingesetzt. Sie ist eine Methode, die konsequent auf Lösungen abzielt. Wichtig ist bei dennoch, dass mithilfe der Wunderfrage machbare Zielvisionen und Lösungsschritte herausgearbeitet werden. Der wunderzugewandte Rahmen darf nicht dazu verführen, auf überhöhte, unrealistische Lösungen abzuzielen.

 

  Kommentare zu “Coaching-Übung: Die Wunderfrage

  1. 20. November 2014 at 12:39

    Liebe Yvonne,

    vielen Dank für diesen Beitrag.
    Oftmals sind es doch die kleinen Dinge, die viel bewegen können…
    Ich habe schon beim Lesen der Zeilen festgestellt, wie sich meine Perspektive sofort verändert hat. Daher werde ich die Technik auf jeden Fall mal ausprobieren.

  2. 13. Mai 2015 at 10:42

    Liebe Yvonne

    Was für ein wundervoller Text, du sprichst mir aus dem Herzen. Danke dafür.

    Aufgeräumte Grüsse
    aus der Schweiz
    Mylène Alt

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